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Rund 8000 Geflüchtete leben derzeit in der Landeshauptstadt. Untergebracht sind sie in 55 Wohneinheiten. Dazu gehören Gemeinschaftsunterkünfte, Hotels und Privatwohnungen. Diese Zahlen nannten jetzt Birgit Keßel und Andreas Vollmert vom Welcome Center der Initiative „Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf".

 

Mehrere hundert seien unbegleitete Jugendliche erklärte Vollmert bei einer Veranstaltung von Düsseldorf-aktiv.net in Bilk.

Die Flüchtlingsinitiative hatte sich jetzt beim Neubürger-Treffen vorgestellt.

Ziel: Sie wollte sich bekannt machen bei Menschen, die sich in Zukunft möglicherweise in Düsseldorf ehrenamtlich engagieren möchten. Dazu Ute Dickel vom Vorstand Düsseldorf-aktiv-net:     „Die Initiative wird in Zukunft über unsere Ehrenamts-Börse freiwillige Helfer suchen".

Nicht besonders glücklich sei man mit den Zeltunterkünften, so Vollmert. „Wir gehen aber mittlerweile über zu Modul-Bauweisen."

Ärgerlich finden die beiden Mitarbeiter des Welcome Centers, dass es keine stadtweite zentrale Organisation" der Flüchtlingshilfe gebe. Die Geflüchteten werden in den Unterkünften von Organisationen wie Diakonie, DRK, AWO Johanniter, SKFM, Caritas, Malteser sowie ZOFe.V. betreut.

Damit sich die Geflüchteten besser in ihrer neuen Heimat zurecht finden, werden sie unter anderem von Ehrenamtlichen zu Behörden und Ärzten begleitet. Außerdem kümmert sich die Initiative auch um Wohnungsvermittlung sowie Freizeitangebote innerhalb und außerhalb der Unterkünfte.".

„Wir brauchen auch noch dringend Spenden", betonten Keßel und Vollmert.

Dazu gehören unter anderem Kinderwagen, Kinderbetten, Bettdecken und Winterkleidung. Das Welcome Center befindet sich übrigens hinter dem Hauptbahnhof.

Wer sich über die Initiative informieren möchte, kann das im Internet unter www.fluechtlinge-willkommen-in-duesseldorf.de. tun.

Die Initiative wurde vor zwei Jahren gegründet. Sie ist unabhängig von Parteien, Verwaltung und sonstigen Organisationen. Seit Beginn des Jahres wird sie finanziell durch die Schmitz Stiftungen/Perspektive Heimat unterstützt.

Keßel und Vollmert präsentierten auch noch bundeweite Zahlen. So sind im vergangenen Jahr mehr als eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Davon waren knapp 68 Prozent Männer. Laut Statistik haben rund 17 eine Uni oder eine Fachhochschule besucht. Etwa ein Viertel hat einen Grundschule-Abschluss. Nur acht Prozent sind ohne Schulbildung.

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