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Burkhard Kreutz muss für einige Sekunden seine Führung unterbrechen. „Wir haben einen Notfall in der Nähe des Hauptbahnhofs."

Schnell dirigiert er Notarzt und Rettungswagen zum Unfallort.

 

2016-07-06 FeuerwehrDanach steht er wieder geduldig Rede und Antwort. Knapp 20 Neubürger sind der Einladung von Duesseldorf-aktiv.net gefolgt und besichtigen die Feuerwache 1 an der Hüttenstraße.

Oberbrandmeister Burkhard Kreutz plaudert rund zwei Stunden aus dem Nähkästchen der Düsseldorfer Berufsfeuerwehr, die im gesamten Stadtgebiet rund 1000 Mitarbeiter hat. In der Feuerwache an der Hüttenstraße ist es ein halbes Hundert. 19 sind jeweils im Einsatz in einer Schicht, die von 7 bis 7 Uhr geht. Das sind immerhin 24 Stunden.

„Das würde ich nie schaffen", meldet sich eine der Besucherinnen zu Wort und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Kreutz: „In diesem Zeitraum haben wir rund 15 bis 20 Einsatze." Das seien aber in den seltensten Fällen Brände. Oft handele es sich um Menschen oder Tiere in Notlagen.

„Jeder Feuerwehrmann ist auch automatisch Rettungsassistent", so der Oberbrandmeister. Natürlich müssen sich die Mitglieder der Berufsfeuerwehr einer regelmäßigen ärztlichen Untersuchung unterziehen. Dazu gehört unter anderem ein Belastungs-EKG.

Natürlich wollen die Teilnehmer auch wissen, wie groß die Nervenbelastung für die Wehrleute ist. „Kreutz: „ Die Bilder bei einem Einsatz dürfen einen nicht zu emotional berühren." Das sei aber oft leichter gesagt als getan.

Der Oberbrandmeister geht auch kurz auf die schwierigsten Einsätze in den vergangenen Jahren ein. „Das waren eine Gasexplosion und der Sturm im Juni 2014.

"Besonders interessant für die Neubürger ist natürlich ein Löschfahrzeug. Kostenpunkt: 650.000 Euro samt Ausrüstung.

Im Stadtgebiet gibt es 350 Fahrzeuge von ganz klein bis sehr groß. Zur Ausrüstung der Löschfahrzeuge gehört unter anderem ein Heber, um eine umgestürzte Straßenbahn wieder auf die Schienen zu setzen. Das Fahrzeug hat rund 150 Meter Schlauchlänge zur Verfügung. 2000 Liter Löschmittel werden mitgeführt. Wenn das nicht reicht, gebe es schließlich noch die Hydranten, so Kreutz.

Nach dieser kurzweiligen Information gingen wohl alle mit der Gewissheit wieder nach Hause, dass man sich im Ernstfall auf die Feuerwehr verlassen kann.

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