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RP-Logo Rheinische Post, 4. Mai 2008 (wber):

Orienterung in der Landschaft der ehrenamtlichen Helfer
Sie wollen gerne helfen - im Kindergarten, im Sportverein, vielleicht auch alten gehbehinderten Menschen oder ausländischen Studenten, die sich in Düsseldorf erst einleben müssen.

Viele ehrenamtliche Helfer stehen in Düsseldorf bereit. Auf der einen Seite. Auf der anderen Seite gibt es eine erhebliche Nachfrage nach solchen hilfsbereiten Mitbürgern. Beide Seiten zusammenzubringen hat sich der Verein „Duesseldorf-aktiv.net" zur Aufgabe gemacht. Vorstandsmitglied Jürgen Bianchi: „Wir haben vor 16 Monaten ein Internet-Portal für Engagement in unserer Stadt eingerichtet. Hier können Angebot und Nachfrage rasch zusammenkommen und koordiniert werden. 153 Organisationen haben mittlerweile ihren Bedarf an ehrenamtlichen Helfern ins Netz gestellt."

Der Verein hat in der kurzen Zeit seines Bestehens neben den etablierten Wohlfahrtsverbänden und städtischen Institutionen damit einen eigenen Schwerpunkt gesetzt, der den an Ehrenämtern Interessierten Orientierungshilfe und Rat bietet in der mittlerweile undurchsichtigen Ehrenamtslandschaft.

Herbert Richter, ebenfalls Vorstandsmitglied im Verein: „Wir legen allerdings großen Wert darauf, dass diejenigen, die bei uns Kräfte nachfragen, die Tätigkeit nicht mit einem Ehrenamtler besetzen, wenn eigentlich ein normal Berufstätiger den Job übernehmen sollte. So etwas hatten wir schon. Einmal suchte eine Organisation einen ehrenamtlichen Anstreicher."

"Duesseldorf-aktiv.net" hat eigene Projekte entwickelt, vornehmlich in Arbeitsfeldern, wo bisher noch keine ehrenamtliche Arbeit geleistet wurde, etwa „Willkommen in Düsseldorf“. Das Projekt will Neubürger aus dem In- und Ausland beim Einleben in Düsseldorf unterstützen.

Der Verein wird finanziell getragen von der Bürgerstiftung und von Sponsoren wie Henkel, Vodafone und Arcor. Und natürlich sind auch die Mitarbeiter ehrenamtlich tätig. Derzeit sitzt „Duesseldor-aktiv.net" noch am Ernst-Abbe-Weg in Wersten, im Haus des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. „Etwas abseits gelegen, schwer zu finden", meint Jürgen Bianchi. „Aber wir haben ein Büro in Bilk in Aussicht." Und er nannte noch eine Zahl, die sehr für die Düsseldorfer spricht: Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen in der Stadt haben ein Ehrenamt inne.

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