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Apple vergibt Arbeitsplätze an Flüchtlinge

Im Hinblick auf den Gründer von Apple ist Jobs@Apple ein ganz nettes Wortspiel. Aber in unserem kleinen Projekt ging es um mehr.

Es bestand ein Kontakt zwischen Düsseldorf-aktiv und Apple und daher erreichte uns die Information, dass der Elektronikkonzern ca. 50 Arbeitsplätze vorwiegend in Verkauf / Beratung und in der Warenwirtschaft in der Region gerne an Flüchtlinge vergeben würde. Und man wollte unsere guten Kontakte zu verschiedenen Flüchtlingsgruppen oder -organisationen nutzen.

So gingen wir daran und sprachen unsere Gesprächskreise in der Uni, beim IIK und der VHS darauf an und nahmen diesbezüglich Kontakt zu KAUSA, ‚Flüchtlinge Willkommen' und dem Café Eden auf.

 

Dort wiederum streute man die Infos und brachte uns bei mehreren Vor-Ort-Präsentationen mit potentiellen Interessenten zusammen. Voraussetzungen für die Arbeit waren eher Begeisterungs- und Teamfähigkeit sowie Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch als spezifische IT-Kenntnisse.

Ziel war es, die ‚heißen' Interessenten zu einer Tour durch den Store in Düsseldorf zu bringen. Das Projekt lief erst schwerfällig an und auch die Verantwortlichen bei Apple rechneten vielleicht mit 5-6 Anwärtern, waren dann aber, wie wir auch, überrascht, als wir bis zu 30 interessierte Flüchtlinge avisierten. Das verdankten wir der intensiven und sehr angenehmen Zusammenarbeit mit KAUSA und ‚Flüchtlinge Willkommen', von denen die meisten Teilnehmer kamen.

Am 18. Oktober präsentierten wir dann 15 Teilnehmer in einer ersten und 11 weitere in einer 2. Runde durch den Store.

Hier wurde die Arbeit und das Umfeld sehr detailliert beschrieben und man konnte den Mitarbeitern auch über die Schulter schauen. Im Anschluss war eine Fragerunde, die von den Teilnehmern engagiert angenommen wurde.

Im Abschlussgespräch wurde die ganze Aktion sehr positiv gesehen. Apple braucht gute Leute und die Teilnehmer konnten nicht nur einen persönlichen ersten Eindruck vermitteln (statt einer schriftlichen Bewerbung), sondern sie nehmen auch nicht am ‚normalen' Bewerbungsverfahren teil; sie bekommen nach Eignungsprüfung anhand der Lebensläufe direkt ein Telefoninterview und danach dann eventuell ein persönliches Einzelgespräch.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, das Ganze zu organisieren und nun sind wir, auch, wenn das nicht mehr in unseren Händen liegt, gespannt auf die Resultate. Ein tolles Projekt mit tollen Menschen!