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Erfolgreiche Vermittlung: Geschichtsschreiberin sammelt Erinnerungen

Geschichten aus dem Leben

Es gibt viele Gründe, aus denen Menschen sich für ein freiwilliges Engagement entscheiden. So kann zum Beispiel der Wunsch nach aktiver, gesellschaftlicher Mitgestaltung dahinter stecken oder das Bedürfnis, anderen Menschen etwas vom eigenen Glück „zurückzugeben“.  Auch die Freude an neuen Bekanntschaften und Erfahrungen  oder die Suche nach einem Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit werden häufig als Gründe genannt. Fest steht, dass die Ausübung eines Ehrenamts neben dem Nutzen für andere auch immer einen persönlichen Gewinn bedeutet.Ein gutes Beispiel dafür das Projekt „Geschichtsschreiber“, das im Sommer 2007 vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ins Leben gerufen wurde.

Der Kerngedanke dabei ist  alte Menschen mit Freiwilligen zusammenzuführen und ihnen so die Gelegenheit zu geben, sich mitzuteilen und ein offenes Ohr für ihre eigene Vergangenheit zu finden. Das Projekt hat auf beiden Seiten großen Anklang gefunden. Zur Zeit sind wieder zwölf Freiwillige neu dazugekommen.

Eine von ihnen ist Inka Nowarre. Sie ist vor kurzem über duesseldorf-aktiv.net zum Projekt gestoßen und trifft sich seither regelmäßig mit einer älteren Dame, um sich deren Biographie erzählen zu lassen. „Die Atmosphäre bei den Treffen ist sehr entspannt und ungezwungen, ein Gesprächsfaden ergibt sich meist von selbst“, sagt Inka.  Ziel ist es, die Erinnerungen zu sammeln, zu ordnen und letztendlich in Form eines gebundenen Buches zu präsentieren. Seit 2007 sind so schon um die 80 Biographien entstanden, manche Ehrenämtler schreiben mittlerweile sogar schon die fünfte oder sechste Lebensgeschichte auf. „Es ist spannend, so tief in die Geschichte eines Anderen einzutauchen. Ich habe das Gefühl, dass es den Menschen leichter fällt, mit einer neutralen Person über vergangene Erlebnisse zu reden als zum Beispiel mit der eigenen Familie“, so Inka. Weiterhin sagt sie: „Mir gefiel die Idee, auch mal die ältere Generation in den Vordergrund zu rücken. Außerdem möchte ich in Zukunft selber schriftstellerisch tätig werden und kann hier wertvolle Erfahrungen sammeln.“

Wie sie auf die „Geschichtsschreiber“ aufmerksam geworden ist? „Ich wollte mich schon länger neben meinem Beruf sozial engagieren. Deshalb habe ich einfach mal im Internet nach Ehrenämtern gesucht und bin bei aktiv.net gelandet, wo das Projekt vorgestellt wurde. Von hier wurde dann der Kontakt zum ASB vermittelt.“

Wer sich, ebenso wie Inka, fürs Schreiben interessiert und Freude am Zuhören hat, der meldet sich bitte unter folgenden Kontaktdaten:  Bärbel Deußen, Tel. 0211/ 930 31 32, email: b.deussen@asb-duesseldorf.de