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Einsamkeit den Kampf ansagen

RP-Logo Rheinische Post vom 19.03.2008 (JAN DREBES)

Wer neu nach Düsseldorf kommt, hat es manchmal trotz der hier üblichen Frohnatur nicht leicht: Viele Neuankömmlinge leben vereinsamt in der Großstadt – das betrifft nicht selten auch Studenten. Um dagegen etwas zu unternehmen, hat der Verein „Düsseldorf Aktiv" eine Willkommensgruppe gegründet.

Neu ist: Diese Gruppe möchte Zugereisten die Möglichkeit bieten, Teil eines einzigartigen Patenschaftprogramms zu werden. Ziel ist es, den unerfahrenen, oft aus dem Ausland stammenden Menschen bei Behördengängen zu helfen, gemeinsam die Stadt zu erkunden und so auch sprachliche Barrieren zu überwinden.

Die Mitglieder des Vereins und Interessierte von außen sollen das bewerkstelligen und als Lotsen agieren. „So etwas gibt es in Düsseldorf noch nicht", sagt der Vereinsvorsitzende Jürgen Bianchi. Vorbild seien aber Organisationen wie "Amazing Düsseldorf", bei denen vor allem englischsprachige Menschen, die vorübergehend hier leben, ehrenamtlich aktiv sind.

Bedarf an Unterstützung und Gemeinschaft sieht Bianchi vor allem bei Studenten. „Wir wollen uns zunächst an das Studentenwerk und den AStA wenden", sagt er. Zuspruch und Anfragen bekommt der Verein auch dank einer Broschüre, die beim Einwohnermeldeamt den Willkommenspaketen für Neubürger beiliegt. „Einige von uns waren vereinzelt schon als Lotsen tätig", sagt Bianchi. Jetzt solle das Konzept feste Strukturen bekommen.

Kontakt Telefon 9 46 00 21 www.duesseldorf-aktiv.net