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Bürgerliches Engagement beliebt bei Alt und Jung

Dirk Schelpe Ältere Mitbürger tragen enormes Potential das Bild einer Gesellschaft dauerhaft positiv zu verändern, sowie diese individuell zu prägen. Als ehrenamtliche Helfer kann diese besondere Generation sich eine neue Lebensqualität erschaffen, indem sie ihr größtes Kapital nutzt: Lebenserfahrung.

Die Lebenserfahrung, die diese Menschen ausmacht, qualifiziert sie gleichzeitig, aktiv an sozialen Ereignissen teilzunehmen, Projekte mitzugestalten und Gründer neuer Innovationen zum Thema Generationsaustausch zu sein.

Dr. Reinhold Knopp, Dozent für das Fachgebiet Soziologie und Methoden der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Düsseldorf, machte am 8. Oktober 2009 den Auftakt zu einer Vortragsreihe, die sich dem Thema „Demographischer Wandel in der Gesellschaft und damit verbundene Möglichkeiten“ widmet. Das Bürgerhaus im Stadtteilzentrum Bilk diente ihm als Plattform seine Ideen und fortschrittlichen Kenntnisse zu präsentieren. Dabei ging Dr. Reinhold Knopp in seiner Untersuchung vornehmlich auf die älterwerdende Bevölkerung in Düsseldorf Bilk ein. Sein Fazit: „Die Menschen in der Bundesrepublik werden älter, interkultureller und sozial unterschiedlicher“.

An ausgewählten Graphiken zeigte er die steigende Zahl älterer Einwohner in den kommenden Jahren und hob hervor, dass in 40 Jahren jeder dritte Deutsche über 60 Geburtstagskerzen benötigt. Desweiteren sensibilisierte er seine Zuhörer für innovative Konzepte, die die Konsequenzen dieser demographischen Entwicklung in ausgesuchten Bereichen berücksichtigen und so beispielsweise neue Pläne für Gemeindewesen und Modernisierungsoptionen für Bestehende darlegen.

Zu nennen ist das Konzept WohnQuartier4, welches neben den drei Faktoren Wohnumfeld, Pflege und Kultur eine besondere Rücksicht auf extravertiertes Wohnen nimmt. Auf diesem Wege soll die ältere Generation in ihrem Wunsch unterstützt werden, ihre Begabung und Bildung in der Gesellschaft einzubringen und ihren Einfluss auf jüngere Altersklassen kraftvoll zu nutzen. Diese Maßnahmen minimieren soziale Isolationen im Alter und begeistern Jung und Alt, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen.

Das Resümee des Vortrages von Dr. Reinhold Knopp zeigt, dass durch bürgerliches Engagement der älteren Menschen sowohl das einzelne Individuum als auch die Gesellschaft profitiert.

foto: dirk schelpe / pixelio.de